Mittwoch, 12. Oktober 2011

Sammel-Post für alles und jedes

Hier einige unzusammenhängende Dings der vergangenen Tage:

1. Tschäppät
Ich finde, der Stadtpräsident sollte seine Wortwahl seinem Alter und seiner Position anpassen. Ich halte es nicht für cool oder lustig, sondern für anbiedernd und pseudojugendlich, wenn er alles als "geil" bezeichnet (Shnit als "geilstes Festival", die Postfinance-Arena fand er damals das "Geilste von Europa."). Just stop it.

2. Zitate
Wir bestellen das Bild:
"Durch Rind- und Schafffleisch wandern riesige Mengen an Grasland durch unsere Mägen."
(Ein Biologe in der neuen "Annabelle", die übrigens sehr, sehr interessant ist, alles zum Thema essen, und dann diese Portia de Rossi mit ihrer Magersucht, jesses!, wirklich sehr lesenswert.)
Super:
"Millionen feiern ihr Konsumverhalten als Ausdruck von Individualität."
(Der Tagi zum Apple-Kult).

3. Schuhladen, Saftladen
In Zürich gibt es einen Schuhladen, der hat nicht nur einen hübschen Namen, nämlich Peter & Vreni, sondern auch sehr schöne Schuhe, etwa der bei mir beliebten Marke Vagabond. Allerdings hat der Schuhladen sehr übel gelaunte Angestellte, und wenn wir in Amerika wären, was wir glücklicherweise für diese Dame nicht sind, hätte ich den Manager verlangt, nachdem die Verkäuferin die Schuhe derart wutentbrannt in die Schachtel geknallt hatte und schnaubend davongestampft war, nur weil ich (zum Kauf notabene) um ein neues Paar anstelle des Ausstellungspaars gebeten hatte, weil dieses ausgelatscht war und einen Abdruck vom Klämmerli hatte.
Aber wir sind ja gottseidank nicht in Amerika. (Apropos, ein grossartiges Amerika-Buch: "Hartland" von Wolfgang Büscher).

4. Bücher, warum schreiben alle Bücher?
Apropos Bücher: Ich mag ja Bücher sehr, gute Bücher im Besonderen. Jetzt haben gerade drei Bekannte von mir Bücher geschrieben, allesamt Romane. Ich werde sie aber leider nicht lesen können, weil ich mir zu nahe getreten fühle, wenn ich Bücher von Leuten lese, die ich kenne (das weiss ich aus Erfahrung). Deshalb werde ich auch nie herausfinden, ob es gute Bücher sind. Dann würde ich vielleicht auch meine Scheu davor verlieren, selbst einmal etwas Grösseres zu schreiben. Bisher denke ich nämlich immer, wenn ich ein grossartiges Buch lese: Das ist grossartig! Das könnte ich nie! Und darunter muss man gar nicht anfangen! - Ob nur ich so denke? Oder schreckt dieser Grossartigkeitsgedanke noch andere davor ab, etwas zu probieren? Sind manche Menschen so absolut überzeugt von ihrer Grossartigkeit, dass sie keine Zweifel hegen? Oder macht es manchen Menschen einfach nichts aus, ganz bewusst etwas zu schaffen, das womöglich nur mittelmässig sein wird? (Womit jetzt aber nicht meine Bekannten gemeint sind, denn, wie gesagt, vielleicht sind ihre Bücher grossartig, ich habe sie ja nicht gelesen.)

5. Und zuletzt
Warum fahren nur Manager, Kinder und Drogenabhängige Trottinett? Was haben diese drei Bevölkerungsgruppen gemeinsam?

Kommentare:

  1. Neeein auch Ärzte fahren Trottinett!

    (ist es übrigens gewollt, dass bei dir unter "Kommentar veröffentlichen" --> Schreiben Sie mich! <-- steht? :) )

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  2. Nein, es sollte doch eigentlich "schreiben Sie meines" heissen!

    Übrigens, auch othodoxe Juden fahren Trottinett

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  3. Danke. Nein, eigentlich sollte es "Schreiben Sie meiner" heissen, aber ich fand "mich" irgendwie eleganter.

    Ach ja, ich dachte an Bern wegen der Trottis. Wiedikon hab ich ganz vergessen!

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