Mittwoch, 6. Februar 2013
Dienstag, 5. Februar 2013
Ihr mit eurer kleinbürgerlichen Normalität!
Wollt ich schon ein Weilchen hier posten: super Leserbrief aus der NZZ vom 30.1.
(Danke N.)
Was zählt, ist Vasellas LeistungWenn Sergio Aiolfi in seinem Kommentar über Daniel Vasella (NZZ 24.1.13) schreibt, dieser habe «das Mass für die Normalität verloren», darf man doch fragen, von welcher kleinbürgerlichen Normalität der Autor ausgeht? Die NZZ war einmal das Leitorgan des Schweizer Grossbürgertums, wo nicht der Neid, sondern die Leistung etwas galt. Im gleichen Geist wird Thomas Minder derzeit zum Volkshelden verklärt, obwohl seine Forderungen nur Ausdruck eines Reflexes sind, der angesichts einer weithin unverstandenen Globalisierung in die Vergangenheit führen soll.
Klaus J.
Stöhlker, Zollikon
(Danke N.)
PS vom 9.2.13:
Das "super" war im Fall ironisch gemeint.
Montag, 4. Februar 2013
Cold river, cold cold heart
Ach, das war schon am Samstag im "Magazin", aber trotzdem noch: sehr schöne Kolumne von Max Küng. Ich habe das gleiche Telefon im Bureau (so sollte mal jemand eine Bar taufen. Idee von meinem Gspänli P. gestohlen). Mein Rufton heisst "Cold River".
Ebenfalls im "Magazin": Die Titelgeschichte über H&M. Ich habe grad vor der Lektüre noch dort etwas gekauft, ein schwarzes Blüüsli (wie meine Mutter sagen würde) mit so Löchli drin. Ich trage es jetzt trotzdem, aber mit Scham, und bin mir nicht sicher, wie man es richtig machen sollte: Gar nichts mehr einkaufen geht nicht; für die teuren Marken nähen wahrscheinlich ebenso unterbezahlte Asiatinnen; und nur noch im "Vatter" Kleider einkaufen ist auch nicht wirklich eine Option. Also wie sollte man sich einkleiden, um ein halbwegs anständiger Mensch zu sein, heute? Ich einigte mich mit mir selbst mal auf den ersten Schritt: etwas weniger. Also nicht weniger tragen. Aber weniger shoppen.
Apropos anständig: Es gibt ein Buch mit dem schönen Titel "Anständig trinken", das wäre bestimmt ein gutes Geschenk.
Ebenfalls im "Magazin": Die Titelgeschichte über H&M. Ich habe grad vor der Lektüre noch dort etwas gekauft, ein schwarzes Blüüsli (wie meine Mutter sagen würde) mit so Löchli drin. Ich trage es jetzt trotzdem, aber mit Scham, und bin mir nicht sicher, wie man es richtig machen sollte: Gar nichts mehr einkaufen geht nicht; für die teuren Marken nähen wahrscheinlich ebenso unterbezahlte Asiatinnen; und nur noch im "Vatter" Kleider einkaufen ist auch nicht wirklich eine Option. Also wie sollte man sich einkleiden, um ein halbwegs anständiger Mensch zu sein, heute? Ich einigte mich mit mir selbst mal auf den ersten Schritt: etwas weniger. Also nicht weniger tragen. Aber weniger shoppen.
Apropos anständig: Es gibt ein Buch mit dem schönen Titel "Anständig trinken", das wäre bestimmt ein gutes Geschenk.
Superduperbowl
Jemand in Bern hatte die vorzügliche Idee, den Superbowl im Kino Bubenberg zu zeigen. Der Eintritt war gratis, es gab Bier in Flaschen sowie Hotdogs. Ich fand das einfach "highlightmässig", um es mit den zweifelhaften Worten von Sascha Ruefer zu sagen, dessen Kommentar wir hören mussten ("mit der Kadenz einer Nähmaschine! Er erinnert mich an Shaqiri! Er ist der Jürgen Klopp des American Football!")
Meine
- Beyoncé. Oh Mann, ich steh auf Beyoncé
(hier die Halftime Show zum Nachschauen- oh no, vom Nutzer entfernt).
- Daniel Glauser, der Co-Kommentator auf SF2, ein Basler Gmüetlibär sondergleichen ("äifach ä Speggtaggel, jo!"), der dereinst vielleicht selbst mal in der NFL spielen wird. Nur schade, hat der Ruefer seine lustigen Witze nicht gecheckt ("söll no öpperd saage, Football seg e Frauespord!"). Und ähm, ja, die Augenbrauen, ähem.
- Joe Flacco, der stoische Quarterback der Baltimore Ravens. Coolness hat einen Namen.
- Jim und John Harbaugh, die beiden Trainer. Die sehen aus wie von Hollywood für die Rolle besetzt.

Neu gibt es im Bubenberg übrigens auch "Kino for free", gute Sache, hier mehr darüber.
Sonntag, 3. Februar 2013
Der Schandfleck von Bern
Das hab ich etwa vor einem Jahr anderswo geschrieben:
Auch nach Aarau könnte man mal fahren, dachten wir uns und fuhren nach Aarau. Es war sehr kalt, aber das Kunsthaus nah, und so sahen wir uns die Ausstellung von Roman Signer an, die sehr zu empfehlen ist im Fall. Am liebsten mochte ich das Filmli mit der Kiste: Die steht allein auf einer Wiese. Darunter eine mächtige Rakete. Der Künstler zündet sie an, und die Kiste explodiert in hunderttausend Stücke. So simpel wie effektiv.
Auf dem Heimweg im Zug dachte ich wieder an Roman Signer, als ich Bern erreichte. Möge der Künstler kommen und auch den Schandfleck von Bern in die Luft jagen! Natürlich nur, wenn niemand drin ist, obwohl mir das Publikum dieses Ortes schon einigermassen, pardon, unsympathisch ist. Nie im Leben würde ich freiwillig da reingehen. Ich würde um mein Gedankengut fürchten und um meine Ohren sowieso. Ausserdem ist das Gebäude einfach grauenhaft hässlich. Eine schreckliche Visitenkarte für die Bundesstadt. Wie kann es nur sein, dass so ein wüstes Ding da unbehelligt stehen darf, während man inzwischen für jeden Crêpe-Teller in Bern eine Bewilligung benötigt?
Herr Signer, übernehmen Sie bitte. Der Schandfleck von Bern möge in eine Million Teile zerspringen. Niemand würde sie vermissen, die rote Musicalhalle im Wankdorf.Und jetzt das: Der rote Koloss verschwindet. Jee!
Samstag, 2. Februar 2013
Viermal gut gemacht
Schöner Titel für eine Kunstausstellung (die ich dann sehen will):
Und zuletzt ein fadengerader Claim für ein Sandwich (bei Brezelkönig):
Das aber nur so für zwischendurch. Das Leben ist besser, wenn man auf solche Details achtet.
Ein älterer schöner Titel, für ein Buch:
Ausserdem ein guter Titel für einen (mittelmässig aufschlussreichen) Artikel übers Saufen resp. den Kater:
Und zuletzt ein fadengerader Claim für ein Sandwich (bei Brezelkönig):
"Teilen ist was für Facebook."
Das aber nur so für zwischendurch. Das Leben ist besser, wenn man auf solche Details achtet.
Freitag, 1. Februar 2013
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