Freitag, 28. August 2009

Lorrainebedli, mon amour

(oder: selbst auf Handyfotos in beschissener Qualität ist der Sommer noch hübsch)











PS: So klingt der Sommer (Dank an Monsieur B.; mehr davon hier)

Donnerstag, 27. August 2009

Neue Jahresbestleistung

Neue Weltrekordmarke der Anzahl Fixie-Sichtungen in der Stadt Bern an einem Tag durch mich: 5.

(Davon Anzahl Fixie-Fahrer mit Hipster-Schnauz: 1)

Mittwoch, 26. August 2009

Entkrampfung total.

Kürzlich wollte ich mir wieder mal was gönnen, wie man ja so doof sagt, und gönnte mir: Eine Massage. Ein Fehler. Ich glaube, jetzt muss ich wirklich mal endgültig mit dieser Form der Entspannung abschliessen. Ich habs immer wieder probiert, aber es geht einfach nicht.

Ich fand es ja schon immer blöd, selber jemanden zu massieren. Es ist wahnsinnig langweilig und anstrengend und dazu extrem unsinnlich, jemandem den Rücken rotzukneten. Das auch noch als Beruf zu machen, stell ich mir etwa so schön vor wie Dentalhygienikerin sein oder Primarlehrerin. Non, merci. Weil ich schätze den Kontakt zu anderen Menschen nicht. Ich nehme ihn eher in Kauf. Dann noch anfassen? Bäh.

Also habe ich mir über die aktive Form der Massage schon vor einiger Zeit eine Meinung gebildet, und die lautet: Pipikacke.

Jetzt sag ich aber auch dem massiert werden: Tschesé. Und zwar weil ich mich dabei null entspannen kann. Weil ich es hasse, so lange rumzuliegen (deshalb steige ich auch immer nach fünf Minuten wieder aus der Badewanne: Es langweilt mich.) Hinzu kommt, dass, wenn ich zu Schweizerinnen in die Massage gehe, ich immer unbewusst an ihren Fähigkeiten zweifle (ich denke: Ach, die hat bestimmt nur mal in Magglingen einen Kurs gemacht, und jetzt will die schon Masseurin sein? Pah!). Oder dann fühle ich mich (wie des öfteren beim Coiffeur, wo ich eigentlich nur in Ruhe Heftli durchblättern möchte) genötigt, über irgendwas mit der mich durchknetenden Person zu reden. Und es gibt nun mal nichts, was mehr verkrampft, als ständig nach einem unverbindlichen Gesprächsthema suchen zu müssen.

Also lege ich mich Thailänderinnen auf den Schragen. Diese Salons scheinen in Bern ja förmlich aus dem Boden zu spriessen. Und ihnen traue ich in Bezug auf geheime Energieflüsse und Quatsch in meinem Körper ohnehin auf eine seltsame Weise wesentlich mehr zu als meinen Landsleutinnen. Und es tut auch immer schön weh, und das muss eine Massage schliesslich. Zudem muss man nicht ständig smalltalken.

Dann aber sprechen die thailändischen Masseurinnen ja immer thailändisch miteinander während der Arbeit. Und weil ich nichts verstehe, denke ich dann immer: Jetzt sagt sie sicher grad irgendwas Fieses über meine Figur. Oder erzählt grad, wie sie ihre Hämorrhoiden operieren liess oder so. Etc. etc. Wahrscheinlich sagt sie nichts dergleichen, aber schon allein das drüber nachdenken ist unheimlich anstrengend.

Und dann lasse ich mich auch immer übers Näscht abschriisse, also bescheissen, irgendwie. Weil ich im Vornherein immer sage: Eine Stunde reicht. Und wenn man dann hübsch geknetet wird, kommt immer irgendwann die Frage:
Warum nicht 90 Minuten? Ist besser.

Okay, 90 Minuten.

90 Minuten hirnzermartern.
90 Minuten verkrampfen.
90 Minuten Schmerz.

Fertig jetzt.

Meine neue Massage ist Backen.

Mittwoch, 19. August 2009

Angers geiles Tauschgeschäft

Ein guter Blogger schaut dem Volk aufs Maul, eine mittelmässige Bloggereuse wie ich hingegen schaut nur sich selbst auf den Mund, und der sagt heute: "Lieber Gott, hilfst du einen Tausch? Okay? Also.

Der sähe so aus: Du machst, dass Selecta wieder die Kinderschokolade in ihre Automaten aufnimmt. Nur das! Ich verlange ja gar nicht, dass sie auch die vibrierenden Penisringe für fünf Franken wieder bringen, nein, weil ich wills ja nicht übertreiben. Aber ab und zu braucht einfach jeder gesunde Mensch kühle Kinderschokolade, unbedingt, ganz dringend. Aber das geht jetzt nicht mehr, weil jetzt gibts überall nur noch so schröckliche Bifi-Würstli. Also: Kinderschokolade zurück in die Automaten.

Ich schenk dir dafür ein Wort, das darfst du behalten oder ausmalen oder anzünden oder draufrumtrampeln. Und zwar das berndeutsche Wort "angers". Nicht in der Verwendung von "Das muesch angers mache" oder "Dä gseht angers uus aus äine", sondern in der Bedeutung von "sehr, extrem", z.B. im Satz: "Es isch ja angers heiss!", oder "Angers geil!"

Das schenke ich dir gern, weil mir kommt immer grad die Kinderschokolade wieder hoch, wenn Leute das sagen.

Dann machen wirs also so? Ja? Ich würd mal sagen: Eine totale Win-Win-Situation. Angers cool, oder?"


PS: Ich lege sonst auch noch ein enges, schwarzes T-Shirt drauf mit der Aufschrift "Da Puta Madre 69 After Sex" (in Gold)

Mittwoch, 12. August 2009

Plumpes Pamphlet gegen eine, die im Fall uuuh nett ist.


Das Bild sagt ja eigentlich schon alles. Aber ich will jetzt doch noch etwas sagen zu Sandee. Eine mir sehr bekannte Person hat mir nämlich berichtet, die Mundartsängerin Sändy (klingt grad viel mehr nach internationalem Superstar als Sandra Moser) hätte vor einiger Zeit in einem Interview beteuert, niemals!, wirklich nie könnte sie in einer Stadt leben.

Vermutlich meinte sie das aber auch nur "mit Augenzwinkern, Ironie und einem guten Schuss Zynismus", weil seit kurzem wohnt die augenzwinkernde, ironische und voll zynische Oberlenderin in Bern. Und ist - huch: gd einfach total Fän. So wahnsinnig Fän und voll daheim in dieser Stadt, dass sie gd ein Fanlied, ja eine Hymne aufs Marzili ein wenig bei Sina stibizte komponierte.

Den Text hab ich jetzt leider nirgends gefunden, aber er geht etwa so: "Blablabla Plattitüde Blablabla Klischee Blablabla Da will sich jemand einschleimen bei den Bernern Blablabla Mit einem Loblied aufs Marzili kann man nichts falsch machen Blallalalaaaa." Megaläss, oder? Als ich es zum ersten Mal hörte (weil DRS3 spielt das!, und ich höre das!), wusste ich nicht so recht, ob ich weinen oder lachen sollte, so sehr habe ich mich fremdgeschämt in den Worten wiedererkannt.

Und dann fiel mir auch wieder ein, dass ich schon vor einigen Jahren, als Sandee noch Backgroundsängerin bei Gölä (frz. "Schölé") war, einmal auf ihrer Homepage war und schon damals dieses faszinierende Schaudern verspürte, das einem auch befällt, wenn man einen ganz schrecklichen Unfall sieht. Damals hatte es auf der Website noch so einen peppigen Steckbrief, und darin stand unter "Lebenstraum": "Mit Delfinen schwimmen".

Ob der Wunsch inzwischen in Erfüllung gegangen ist? Ich hoffe es ja. Ansonsten wünsche ich Sandee noch ganz viele viele weitere witzige Delfin-Tattoos. Und dass sie und all ihre 1395 Fans noch ganz lange im Marzili bleiben. Und nicht etwa, auf gar keinen Fall, bitte bitte bitte nicht, noch weiter flussabwärts kommen.

(Sandees Fans: "Die ist ja nur neidisch, weil sie nicht so viele Fans hat wie unsere Sändy!")
(Caramel: "Oooooch, das war doch nur ironisch bzw. zynisch bzw. mit einem Augenzwinkern gemeint!")

Dienstag, 11. August 2009

Ein Politiker sagt doofes Zeug und ich sag jetzt auch noch was.

Oh yeah, René Kuhn, you total taboo breaker!

Mal abgesehen davon, dass Osteuropäerinnen nicht gerade als Ausbund von Stil und Eleganz bekannt sind, dass "sexy" ein äusserst relativer Begriff ist und dass René-"der Beau vom Vierwaldstättersee"-Kuhns Äusserungen keinen Tabubruch, sondern despektierlichen Stammtischbullshit darstellen, der derartige Aufmerksamkeit eigentlich überhaupt gar nicht verdient, darf man auch ungestraft einfach mal in die Diskussion einwerfen:

Schweizerinnen ziehen sich beschissen an. Nein, schlimmer, sie ziehen sich meistens gar nicht an. Sie stülpen sich einfach über, was sie grad so finden, im Esprit oder im C&A oder in der H&M-L.O.G.G.-Abteilung. Und zu allem eine Freitag-Tasche. Oder ein "Häxli"-T-Shirt. Fragt mal alle Fashion-Blogger der Welt, die wissen das.

Aber herbeischreiben lässt sich Stil leider auch nicht. Und aufregen über das Gedöns eines dämliche SVP-Mackers hilft ebensowenig weiter. Also einfach Augen zu. Und ab nach Paris. Oder London. Oder in die Augenkrebsklinik.


PS: Schweizer sind noch schlimmer. Die ziehen an, was ihnen
"s Mami" oder "die Alti" im Ausverkauf postet. Oder, wenn sie meinen, Stil zu haben, Abercrombie-&-Fitch-T-Shirts.

Montag, 10. August 2009

Kevin abgeschlagen auf Platz 47!

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/01.html
Messi diesmal an Herrn B. aus T.